Nahrungsergänzung2018-07-23T21:52:51+00:00

Nahrungsergänzungsmittel

Auf dem Markt befinden sich unzählige Präparate zur Unterstützung Ihrer sportlichen Leistung, zur Fettverbrennung, zum Muskelaufbau etc. Wer auf der Suche nach dem für sich persönlich besten Ernährungs- und Supplementierungsprogramm ist, sollte sich zunächst einmal klar darüber werden, zu welchen Zweck er seine Nahrung ergänzen möchte.

Insofern es um den Ausgleich von Defiziten geht, so ist nicht viel Platz für Diskussionen. Wer es nicht schafft über seine normale Ernährung seinen Bedarf an den Grundnährstoffen zu decken, kann Nachteile wie Leistungseinbussen leicht durch entsprechende Nahrungskonzentrate wie Protein- und Kohlenhydratshakes, Vitamine, Mineralstoffe oder Aminosäuren decken. Solange der Mangel nicht durch die Ernährung behoben werden kann oder nur unter Inkaufnahme anderer Nachteile, sollte permanent auf diese Ergänzungen zurück gegriffen werden. Gründe für Defizite können hartes Training, Stress, minderwertige Nahrungsmittel (z.B. Fastfood), zu wenig Mahlzeiten und viele mehr sein.

Nahrungsergänzungen wie Creatin, Glutamin, Aminosäuren, Pyruvat, Chitosan und andere sollten entsprechend Ihrer Zielsetzung verwandt werden. Wollen Sie Masse aufbauen, sind Supplements wie Creatin und Glutamin ratsam. Zur Fettverbrennung wiederum eher Fettblocker wie Chitosan oder fettstoffwechselaktive Supplements wie Pyruvat oder Carnitin.

Acetylsalicylsäure (2-Acetoxybenzoesäure, ASS)

wird durch die Acetylierung von Salicylsäure mit Essigsäureanhydrid hergestellt. Bekannt ist Salicylsäure bereits seit der Antike. Es wurde aus der Rinde und den Blättern verschiedener Weidenbaumarten gewonnen und fand damals wie heute seinen Einsatz als Mittel gegen Fieber, Entzündungen und Schmerzen. Acetylsalicylsäure findet seine Anwendung im heutigen Bodybuilding im ECA Stack.ASS erweitert die Hautkapillare. Dadurch kann mehr Wärme abgegeben werden und somit die Körpertemperatur gesenkt werden. ASS verhindert die Prostaglandinsynthese und blockiert ein Enzym, das die zur Wiederherstellung der Zellgeschmeidigkeit nach Zellverletzungen produzierte Arachidonsäure in Prostaglandine umwandelt. Durch die Wirkung auf die Prostaglandine wird nicht nur das Schmerzempfinden verringert und Erkältungskrankheiten bekämpft, sondern auch die Blutgerinnungszeit verlangsamt und die Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles bei Risikogruppen und Infarktpatienten drastisch verringert.

Gerade bei schwerem Gewichttraining kann ASS die Regeneration durch schnelleres Abheilen der während des Trainings entstehenden Muskelverletzungen beschleunigen. Durch die Verminderung der Blutverdickung kann ASS auch im Ausdauerbereich hilfreich sein.

Die besten Darreichungsformen sind die Brauseform und magenfreundliche Formen wie Aspirin Protect von Bayer, da die Magenschleimhautreizung so etwas verringert wird. Von einer chronischen Einnahme sollte abgesehen werden, da ASS die Magenschleimhaut angreift. Da ASS ein Vitamin-C-Räuber ist, sollten zusätzliche Vitamin-C-Gaben Vorraussetzung für eine Einnahme sein. Vitamin C unterstützt letztenendes auch die regenerative Wirkung der ASS.

Natürliche Salicylsäure mit langsamerer Resorption und ohne Reizung der Magenschleimhaut wird oft in natürlichen ECA-Stacks verwendet und als White Willow Bark bezeichnet.

Aminosäuren sind die Einzelbausteine von Proteinen

Der Körper benötigt Aminosäuren, um körpereigenes Eiweiß (z.B. im Muskel) aufzubauen. Der Körper muss Proteine zunächst im Magen enzymatisch in Aminosäuren aufspalten. Durch die Darmwände gelangen Sie dann mittels spezifischer Transportmoleküle in die Blutbahn. Aminosäuren dagegen müssen nicht mehr aufgespalten werden und können dem Aminosäurepool daher schneller zugeführt werden.

Insbesondere nach dem Training ist der Eiweissbedarf sehr hoch, sodass eine schnelle Versorgung der Muskeln mit flüssigen Aminosäuren optimal ist. Da die Aminosäuren nicht erst aufgespalten werden müssen, wird damit die sofortige Muskelregeneration und der darauf folgende Muskelaufbau sichergestellt.

Die verschiedenen Darreichungsformen von Aminosäuren unterscheiden sich in ihrer Absorptionsgeschwindigkeit. Flüssige Präparate werden deutlich schneller aufgenommen, als Aminosäuren in Tablettenform. Amino-Tabletten benötigen teils mehrere Stunden bis ihre Wirkstoffe in den Blutkreislauf übergetreten sind. Daher eignen sie sich ideal, um eine Aminosäurenversorgung über Nacht zu gewährleisten, ohne den Verdauungsapparat zu belasten.

Aminosäuren eignen sich allerdings nicht zur alleinigen Eiweissversorgung, da der Körper sie viel zu schnell verstoffwechselt und so keine Konstanz im Aminosäurepool erreicht werden kann. Hierzu sollte man auf Proteinpulver zurückgreifen Antioxidantien sollen die Muskeln und Körperzellen vor Schädigungen schützen (freie Radikale). Substanzen wie Vitamin A, C, E, Beta Carotin, Melatonin, Selen, Glutathione, N-Acetyl-Cystine, Q10 und noch einige andere zählen zu den Antioxidantien.

Antioxidantien bewirken schnellere Regeneration nach dem Training und bessere Gesundheit im Allgemeinen. Das ist für Sportler besonders wichtig, da Gesundheit, Wohlbefinden und schnelle Erholung wichtige Faktoren für Training und Leistung sind. Nur jemand der gut regeneriert ist, ist wieder voll belastbar im Training oder sportlichem Wettstreit. Antioxidantien sollten Sie unbedingt in Ihre Trainingsplanung aufnehmen.

BCAA’s (Branched Chain Amino Acids)

oder auch verzweigtkettige Aminosäuren bestehen aus den drei essentiellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin. Im Gegensatz zu den übrigen Aminosäuren werden BCAA direkt in den Muskelzellen und nicht erst in der Leber verstoffwechselt. Der Körper benötigt sie, um die während großer Belastungen, zum Beispiel während des Trainings, verlorengehenden Aminosäuren Glutamin und Alanin wieder zu synthetisieren und so einen katabolen, das heißt eiweißabbauenden Zustand zu vermeiden. BCAAs werden zum Aufbau fast aller Proteine benötigt. Ca. 35 % der Muskulatur bestehen aus BCAAs. Sie sind außerdem maßgeblich am Transport von Stickstoff und Energie zwischen Muskulatur und Leber beteiligt. Ihre Hauptmenge wird allerdings im Energiestoffwechsel verbraucht.

BCAAs normalisieren die Tryptophankonzentration im Gehirn und damit die Serotoninkonzentration, was zu weniger Ermüdung führt. BCAAs kommen in fast allen Proteinen vor. Besonders hohe Mengen kommen in Molkenprotein (Whey), Vollei und Milchprotein(Casein) vor.

Empfohlen wird eine Tagesdosis von 1,6 g Valin, 1,4 g Isoleucin und 2,2 g Leucin. BCAAs sollten immer im optimalen Verhältnis (Leucin : Isoleucin : Valin = 1,1 : 0,7 : 0,8) zueinander aufgenommen werden, da sonst Mangel an den anderen BCAAs auftreten können. BCAAs sind relativ wenig wasserlöslich und begrenzen damit die Löslichkeit vieler Aminosäuregemische. Überdosierungserscheinungen mit BCAAs sind bei Dosierungen bis zu 50 g/Tag nicht bekannt. Bei einem Überangebot an BCAAs werden diese zu Glucose bzw. Glycogen umgewandelt.

Sportler haben einen stark erhöhten Bedarf an BCAAs. Vor dem Training eingenommen, können BCAA auch zur Energiegewinnung verwendet werden. Das Leucin wird hierbei aufgespalten. Die Aminogruppe des Leucin wird zur Bildung von Alanin verwand, welches dann in der Leber zur Glukosesynthese eingesetzt wird und der verbleibende Rest, die Ketonsäure wird wird im Muskel zu Energie verbrannt.

Um sich den anti-katabolen Effekt der BCAA nutzbar zu machen, sollten sie 60-90 Minuten nach dem Training in Verbindung mit einer Mahlzeit eingenommen werden. Zur Energiegewinnung sollten sie ca. 30 Minuten vor dem Training eingenommen werden; dies aber nur unregelmäßig, da sie so die Harnsäurewerte negativ beeinflussen. In jedem Fall sollten BCAA nur in L-Form (Linksdrehend-optische Aktivität) eingenommen werden und in Kombination mit allen drei Aminosäuren.

Calcium ist das im Körper

am häufigsten vorkommende Mineral. Hauptsächlich ist es in Knochen und Zähnen vorhanden, aber es ist auch wichtig für die Nerven- und Muskelzellen. Calcium stimuliert die Freisetzung von Acethylcholin, und ermöglicht dadurch die Durchführung von Muskelkontraktionen. Bei einem Calcium Mangel können sich die Muskelfasern nicht vollständig zusammenziehen und wieder entspannen. Calcium hat einen entspannenden Einfluss auf das Nervensystem.

L-Carnitin, früher auch Vitamin BT genannt

ist eine Substanz, die der Körper selbst synthetisieren kann. Er bildet sie aus den Aminosäuren Lysin und Methionin. L-Acetyl-Carnitin nimmt im Körper eine Träger-Funktion ein. Es hat die Aufgabe, langkettige Fettsäuren in die Mitochondrien zu transportieren, da diese die Membran der Muskelzellen und der Mitochondrien nicht selbständig passieren können. In den Mitochondrien werden Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette zu Energie verstoffwechselt. Ca. 20 g Carnitin sind im Körper vorhanden. L-Carnitin kann sowohl durch die Nahrung aufgenommen werden als auch selber vom Körper aus den Aminosäuren Lysin und Methionin produziert werden. Zur körpereigenen Synthese von Carnitin werden neben den Aminosäuren Lysin und Methionin auch Eisen, Vitamin C und B6 sowie Niacin benötigt. Carnitin kommt hauptsächlich in Fleisch vor (deshalb der Name von carnis = lat. Fleisch). Mangelerscheinungen wie Muskelschwäche, Fettanhäufung in Organen, Acidosen und Leberschäden treten nur bei fehlender Eigensynthese und bei stark erhöhter Ausscheidung durch den Urin auf. Carnitin wirkt sich darüber hinaus positiv auf das Immunsystem aus. Die Einnahme von zusätzlichem Carnitin bewirkt allerdings keine Fettverbrennung, denn Carnitin transportiert Fettsäuren nur, kann sie aber nicht freisetzen. Zur Freisetzung müssen entweder bestimmte Substanzen eingenommen werden, zum Beispiel Ephedrin, Clenbuterol oder Yohimbin, oder aerobe Trainingseinheiten von niedriger Intensität und mindestens einer Stunde Dauer absolviert werden. Anschließend bleibt noch die Hürde zu überwinden, daß die Mitochondrien auch Fettsäuren verbrennen und nicht Glykogen. Auch hier empfielt sich oben genanntes aerobes Training, das heißt Fahrradfahren, Joggen, Schwimmen, Wandern… Carnitin eignet sich primär für Ausdauer- und Fitneßsportler. Eine auf zwei bis drei Einzelgaben verteilte Tagesdosis von 1-2 Gramm über einen Gesamtzeitraum von 6-8 Wochen sollte hier eine starke Reduzierung des Körperfettgehaltes bewirken. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, daß Carnitin in der L-Form vorliegt, da nur diese im Körper wirkt. Nebenwirkungen treten sehr selten auf, wenn überhaupt dann in Form von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.Chitosan gehört in die Gruppe der Ballaststoffe. Die Bedeutung von Ballaststoffen für eine geregelte Verdauung ist hinreichend bekannt. Weniger bekannt ist, dass Ballaststoffe ein Fettbindevermögen haben. Chitosan hat eine besonders hohe Fettbindekapazität, was die Tabelle unten links eindrucksvoll belegt. Ballaststoffe sind gerade während Diäten häufig Mangelnährstoffe. Im Anschluss an Diäten kann Chitosan dazu beitragen, den Körperfettgehalt niedrig zu halten. Wer während der Massephasen Schwierigkeiten damit hat, fettfrei zu essen, dem ist Chitosan mit Sicherheit eine große Hilfe. Durch die zusätzliche Ergänzung mit einem Fettblocker können mehr Nahrungsmittel aufgenommen werden, ohne dass ein Fettansatz durch überschüssiges Nahrungsfett zu befürchten ist.

Chromium Picolinat

steigert ähnlich wie Vanadyl-Sulfat die Wirksamkeit des Insulins und erhöht die Anzahl der Insulinrezeptoren. Insulin ist für die Stabilisierung des Blutzuckerspiegels verantwortlich. Der Insulinspiegel steigt somit bei kohlenhydratreichen Mahlzeiten nicht steil an, sondern bleibt in einem gleichbleibenden Zustand und behindert damit die Fettspeicherung. Durch die verbesserte Insulineffizienz der Muskelzellen werden Aminosäuren und Glykogen besser in die Muskelzellen eingelagert, der Muskelaufbau gesteigert und die Fettspeicherung behindert. Daraus resultiert mehr Energie (durch Stimulation des Energiestoffwechsels in den Muskelzellen), besserer Fettverlust (durch Stabilisierung des Insulinspiegels) und Aufbau von mehr Muskelmasse durch die verbesserte Insulineffizienz der Muskelzellen. Somit eignet sich Chromium Picolinat für alle, die einen Fettverlust bei gleichzeitigem Aufbau von fettfreier Körpermasse erreichen wollen. Ebenso bewirkt Chromium Picolinat eine Senkung des Cholesterinspiegels und eine Erhöhung der “guten” HDL-Cholesterin-Werte. Während dem Training entsteht ein deutlich besserer Pump in der Muskulatur. Oben genannte Wirkungen erreicht man mit ca. 400mcg Chromium Picolinat, welches über den Tag verteilt zu den Mahlzeiten eingenommen werden sollte. Empfehlenswert ist eine Einnahme von 200mcg vor dem Frühstück und 200mcg vor dem Abendessen. Der Einnahmezeitraum beträgt 8-12 Wochen. Normales Chrom ist nicht zu empfehlen, da dieses in zu grossen Mengen eingenommen werden müsste, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Nebenwirkungen gibt es bei dieser Dosierung keine. Interessant ist auch eine Kombination mit GABA, da die gesteigerte Insulin-Effizienz auch die Bildung der insulinähnlichen Wachstumsfaktoren (IGF-1) begünstigt. Vanadyl Sulfat hat eine ähnliche Wirkung wie Chromium Piccolinat und verstärkt diese noch.

Das Coenzym Q10 (Ubichinon, Ubiquinon, U-50, Q10)

wird zum Teil durch die Nahrung aufgenommen und zum Teil vom Körper aus der Aminosäure Methionin selber produziert. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Mitochondrien und dient der oxidativen Energiegewinnung. Es trägt als Elektronenüberträger zu der Bildung von 95 % der Körperenergie bei. Q10 kräftigt den Herzmuskel, reguliert den Blutdruck und stärkt die Immunabwehr. Weiterhin hat es eine anti-oxidative Wirkung und wirkt am besten in Synergie mit ß-Carotin, Vitamin C und E sowie Selen, da hierdurch ein optimaler Schutz vor freien Radikalen gewährleistet ist. In einer Studie verabreichte man Herzpatienten Q10 und stellte fest, dass sich bei diesen sowohl die Sauerstoffaufnahme als auch die Leistungsfähigkeit bei sportlicher Anstrengung verbesserte. Eine konditionsförderliche Wirkung von Q10 auf Personen, die weder an Krankheiten des Herzens noch der Mitochondrien leiden, ist bislang noch nicht in Studien be- oder wiederlegt worden. In der Nahrung findet man es in Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Eiern, Broccoli, Erdnüssen, aber vor allem in mehrfach ungesättigten Pflanzenölen wie Soja- oder Sesamöl. Ab einem Alter von 35 Jahren nimmt die körpereigene Produktion von Q10 immer mehr ab und sollte daher ab diesem Alter in geringen Mengen zusätzlich zugeführt werden.

Coffein (oder auch Koffein)

gehört in die Gruppe der Alkaloide, und ist eine im Bodybuilding zu unrecht unterschätzte Substanz. Nicht ohne Grund zählt Coffein zu den quantitativen Dopingmitteln des IOC. Vorausgesetzt es wird auf einen regelmässigen Konsum verzichtet, kann Coffein sehr hilfreich sein. Nicht nur durch die durch Anregung des zentralen Nervensystems und der Förderung der Adrenalinausschüttung entstehende Beseitigung von psychischen und physischen Erschöpfungszuständen, sondern gerade durch die optimierende Wirkung auf die Kontraktilität und die Motorik der Muskulatur und seine glykogensparende Wirkung, die unweigerlich zu mehr Energie durch Verbrennung von Fettsäuren führt, ist Koffein eine sehr wertvolle Substanz. Die leistungssteigernde Wirkung des Koffein auf Psyche und Physis kann durch die Zugabe von Tyrosin synergistisch potenziert werden. Eine natürliche Alternative zu reinem Koffein bietet das koffeinhaltige Guarana. Dieses enthält die wohl wirksamste natürliche Form des Koffeins. Das in der Nuss der tropischen Kletterpflanze zu zwischen 3 und 5 Prozent enthaltene Koffein (Guaranin) ist an Ballaststoffe und Rohfasern gebunden und wird daher langsamer abgebaut als das reine Koffein. Es belastet so den Organismus weniger und führt zu einer längeren Wirkung unter Ausbleiben der koffeintypischen nervösen Erscheinungen. Eine Einnahme zusammen mit Grapefruitsaft ist empfehlenswert, da der Bitterstoff der Südfrucht, Naringenin, sowohl ein Enzym blockiert, das den Abbau des Koffeins zur Aufgabe hat, als auch den Gewöhnungseffekt des Körpers gegenüber Koffein deutlich hinauszögert. Coffein ist ein quantitatives Dopingmittel und steht auf der Dopingliste des internationalen Olympischen Komitees (IOC).

Creatin ist eine körpereigene Substanz

die der Körper zur Energiegewinnung benötigt. Er kann sie selber aus den Aminosäuren Arginin, Glycin und Methionin bilden, nimmt sie aber auch mit der Nahrung auf. Creatin kommt in größeren Mengen fast ausschließlich in Fleisch vor. Creatin speichert der Körper zu 95 % in Form von Creatin-Phosphat (CP) in der Skelettmuskulatur. Kurz zu den anaeroben Energiefreisetzungssystemen des Körpers: Verrichtet der Körper Arbeit im anaeroben Bereich, wie dem Bodybuilding oder dem Sprinttraining, spaltet der Körper ein Phosphatmolekül vom ATP ab und gewinnt dadurch die benötigte Energie. Adenosin Triphosphat wird zur energiearmen Verbindung Adenosin Diphosphat. Hier setzt nun CP ein. Das CP wird in Creatin und Phosphat aufgespalten und setzt wiederum Energie frei. Das abgespaltene Phosphatmolekül wird gleichzeitig genutzt, um das ADP wieder in das energiereiche ATP umzuwandeln, das nun wieder in Energie umgesetzt werden kann. Nun setzt das anaerobe Energiefreisetzungssystem ein, besser bekannt als Milchsäuresystem, um das ATP zu regenerieren. Doch wie der Name schon sagt, führt dieses zu einer Milchsäureproduktion in der Zelle, welche nach kurzer Zeit zu dem jedem Sportler bekannten Muskelversagen führt. Und genau hier kommt Creatin ins Spiel, genauer Creatine Monohydrat, da dieses unbeschadet den Magen passieren kann und von den Muskelzellen vollständig absorbiert wird. Creatin füllt den CP-Speicher der Zelle maximal auf und zögert so den Einsatz des Milchsäure-Regelkreises deutlich hinaus, was mit einer Hinauszögerung des Muskelversagens gleichzusetzen ist. Die Speicherkapazität der Muskelzellen für Creatin beträgt in der Regel ca. 3 Gramm pro Kilogramm Muskulatur. Durch eine zusätzliche Supplementierung mit Creatin kann diese Gesamtmenge von ca. 90 Gramm auf fast 150 Gramm gesteigert werden. Darüber hinaus führt die Einnahme von Creatin zu einem Ungleichgewicht zwischen festen und flüssigen Bestandteilen in der Zelle, den die Zelle durch Wassereinlagerung auszugleichen versucht. Dadurch findet auch ein vermehrter Aminosäurentransport in die Zelle statt, welcher die Proteinsynthese begünstigt (anabol) und den Proteinabbau reduziert (anti-katabol).Die Einnahme beginnt mit einer Aufladephase von 5 Tagen, wobei die Dosierung bei 4 Einzelgaben à 5 Gramm pro Tag liegt. Im Anschluss folgt eine 5-8-wöchige Einnahme von 2 Einzelgaben à 3-5 Gramm jeweils morgens und Abends, an Trainingstagen die zweite Menge gleich nach dem Training. Die Aufnahme sollte immer zusammen mit leicht verwertbaren Kohlenhydraten (z.B. Traubensaft) erfolgen da dies die Einlagerung von Kreatin im Muskel unterstützt. Wichtig für eine optimale Wirkung von Creatin ist eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Chrom, Vanadium, Molybdän, Vitamin A und E, Selen, Taurin und Glutamin. Zur Vermeidung von eventuell auftretenden Muskelkrämpfen sollte viel Wasser getrunken werden und eine zusätzliche Aufnahme von Magnesium ist empfehlenswert. Creatin immer zusammen mit einfachen Kohlenhydraten (z.B. Traubensaft) einnehmen, dies verbessert durch den Insulinanstieg die Einlagerung von Creatin im Muskel. Wichtig: Creatin erst kurz vor Einnahme in Flüssigkeit zubereiten, da es sich sonst in Creatinin zersetzt und seine Wirkung verliert! Kombinieren lässt sich Creatin sehr gut mit Glutamin (2-3 mal 5g täglich) und Ribose (5g jeweils vor und nach dem Training).

ECA ist eine sowohl

bei Steroidbenutzern als auch bei Naturals sehr beliebte Kombination zur Körperfettreduktion und darüber hinaus die nach Clenbuterol zweitpopulärste, hormonfreie Kombination im Bodybuilding. ECA besteht aus Ephedrinhydrochlorid, Coffein und Acetylsalicylsäure (Wirkstoff von handelsüblichem Aspirin, natürliche Form= White Willow Bark). Während eine Versorgung mit Acetylsalicylsäure (enthalten in Aspirin) und Coffein problemlos ist, gibt es in Apotheken keine nicht-verschreibungspflichtigen, reinen ephedrinhydrochloridhaltigen Präparate. Üblicherweise werden drei mal täglich 25 mg Ephedrinhydrochlorid, 200 mg Coffein und 300 mg Acetylsalicylsäure etwa 30 Minuten vor einer Malzeit eingenommen. Die Einnahmedauer beträgt in der Regel 6-8 Wochen. Die Einnahme sollte gemäss folgender Tabelle einschleichend erfolgen.Warum E,C und A? Die durch Ephedrin ausgelösten Prozesse unterliegen mehreren positiven und negativen Rückkopplungen, so dass die Wirkung nach gut zwei Wochen wieder auf Null wäre, wenn nicht durch die additive Gabe von Acetylsalicylsäure und Coffein Abhilfe geschaffen werden könnte. Beide Substanzen sind in der Lage, die für die Rückkopplungsprozesse verantwortlichen Botenstoffe zu blockieren oder deren Synthese zu verhindern. Acetylsalicylsäure potenziert darüber hinaus die Wirkung von Ephedrin und Coffein und verlängert die Wirkung des Coffeins, indem es seinen Abbau verzögert. Coffein wiederum steigert die schmerzstillende Wirkung des Aspirin und potenziert die Eigenschaften von zentral wirkenden Sympathomimetika wie Ephedrin und Clenbuterol.Ergebnisse Bei beschriebener Anwendung von ECA kann man innerhalb einer Anwendung von vier Wochen mit einem Gewichtsverlust von bis zu zehn Kilogramm rechnen, insofern man seine Kohlenhydratzufuhr einschränkt und durch aerobe Ausdauerleistung niedriger Intensität die fettfreisetzende Wirkung des Ephedrin unterstützt. Bemerkenswert ist, dass Tests an übergewichtigen Personen, die weder Ihre Ernährungsgewohnheiten änderten, noch Sport trieben, zu einer ähnlich hohen Gewichtsreduktion in nur acht Wochen führten. Dieser Gewichtsverlust resultierte zu 90 % aus Verlusten an Körperfett. ECA besitzt zwar nur geringe addiktive Eigenschaften, sollte aber keinesfalls kontinuierlich eingenommen werden. Die üblichen Nebenwirkungen wie leichtes Zittern, erhöhter Puls und Blutdruck lassen nach einigen Tagen nach und sind in der Regel nach fünf bis acht Tagen verschwunden. Wenn nach zwei bis drei Wochen ein scheinbarer Stillstand des Gewichtsverlustes eingetreten ist, darf auf keinen Fall die Dosierung oder der Einnahmeintervall erhöht werden. Die exzellenten fettverbrennenden Eigenschaften des Ephedrin bleiben Stunde für Stunde aufgrund der hohen Halbwertzeit von 6-7 Sunden über mindestens acht Wochen in gleichbleibender Höhe erhalten. Dieser scheinbare Stillstand kommt meist von der Gewöhnung an das Coffein und der damit einhergehenden Verringerung des diuretischen (entwässernden) Effektes sowie von der gesteigerten Aufbaurate fettfreier Masse.

Ephedrin besitzt starke fettverbrennende Eigenschaften

Diese entstehen durch das Auslösen einer Thermogenese, das heißt einer leichten Erhöhung der Körpertemperatur. Ephedrin dockt an die Rezeptorstellen der Fettzellen an und veranlasst diese vermehrt Fettsäuren freizusetzen, die dann neben hauptsächlich aus Fetten bestehenden Nahrungskalorien zur Aufrechterhaltung der Thermogenese verbrannt werden. Diese Steigerung der Stoffwechselrate führt selbst bei Beibehaltung der üblichen Nahrungsgewohnheiten zu einem Fettverlust. Ephedrin hat eine stimulierende Wirkung auf die Ausschüttung der Nebennierenhormone Adrenalin und Noradrenalin. Diese beiden Hormone haben unter anderem die Aufgabe den Körper bei Gefahren in einen erhöhten Aufmerksamkeitsstatus zu versetzen. Dies geschieht indem sich Adrenalin und Noradrenalin an die Rezeptorstellen des braunen Fettgewebes im oberen Rücken setzen und dort durch Thermogenese (Wärmeentstehung) die Aktivität des Organismus erhöhen. Ein Teil der durch Ephedrin in den Blutkreislauf gelangten Fettsäuren werden folglich auch dort verbrannt. Ephedrin verringert die Proteinabbaurate und steigert die Proteinsynthese und wirkt damit stark antikatabol (verhindert Muskelabbau). Es konkurriert mit dem katabolen Hormon Cortison um die Rezeptorstellen der Skellettmuskulatur. Somit bleibt auch während einer Diät die stoffwechselaktive Muskelmasse erhalten und daher auch der energetische Grundumsatz. Aufgrund der Stimulation des zentralen Nervensystems und der optimierenden Wirkung des Ephedrins auf das Nerv-Muskel-Zusammenspiel führt eine maximal zwei bis drei mal wöchentliche Einnahme von 60mg als Trainingsbooster eine Stunde vor dem Training zu 10-15 prozentigen Kraftsteigerungen und damit zu einem bemerkenswerten Muskelwachstum. Mit Ephedrin kann nicht nur härter, sondern auch länger trainiert werden, da es Erschöpfungszuständen und Konzentrationsmängeln entgegenwirkt. Weiters bewirkt Ephedrin 60 einen sehr starken Pumpeffekt in der trainierten Muskulatur. Bei der ECA-Anwendung ist dieser Vorteil durch die kontinuierliche Anwendung und die damit einhergehende Gewöhnung recht gering. Auf die Einnahme Niacin-haltiger Präparate sollte während der ECA-Gabe verzichtet werden, da Niacin die Freisetzung von Fettsäuren aus den Fettzellen vermindert. Die üblichen Nebenwirkungen wie leichtes Zittern, erhöhter Puls und Blutdruck lassen nach einigen Tagen nach und sind in der Regel nach fünf bis acht Tagen verschwunden. Eine reichhaltige natürliche Ephedrinquelle bietet die asiatische, aber auch im Mittelmeerraum vorkommende, Ma-Huang-Pflanze, die bereits seit über 5000 Jahren in der chinesischen Kräuterheilkunde mannigfache Anwendung findet. Wirkung und Nebenwirkung sind schwächer als bei dem chemisch hergestellten Ephedrinhydrochlorid, weshalb die adäquate Dosierung für 25mg Ephedrin HCL bei ca. 750 bis 1000mg Ma Huang liegt (60mg Ephedrin aus Ephedra). Ephedrin steht auf der Dopingliste des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

GABA, die Abkürzung für Gamma Aminobuttersäure

(engl. Gamma Amino Butyric Acid) ist eine Aminosäurenverbindung. GABA bewirkt laut vielen seriösen Studien eine erhöhte Produktion des menschlichen Wachstumshormons (HGH, Human Growth Hormon) und ist in vielen Ländern als unbedenklich freigegeben. Dass ein erhöhter HGH Spiegel unzählige Vorteile für Muskelaufbau, Kraftanstieg und Fettreduktion bringt sollte jedem klar sein. HGH ist das stärkste anabole Hormon zum Aufbauen, das uns zur Verfügung steht. Wahrscheinlich ist, dass GABA auf gewisse Neuronenketten wirkt, die den Hypothalamus stimulieren mehr HGH auszuschütten. Ebenso scheint durch GABA die HGH-Effizienz verstärkt zu werden. Bei einer Einzelgabe von 3 Gramm GABA kann es zu einer Erhöhung des HGH-Wertes um das bis zu sechsfache kommen, die bis zu drei Stunden anhält und erst dann langsam abflaut. Weiters reduziert GABA den Cortisonspiegel (Cortison ist ein in der Nebenniere produziertes muskelabbauendes Hormon). Da die HGH Produktion des Körpers mit zunehmendem Alter abnimmt, ist auch hier eine Substitution empfehlenswert. Bei der Anwendung von GABA zeigen sich nach ca. 2-4 Wochen besseres Wohlbefinden, mehr Muskelmasse und Kraft, härtere Muskelkonturen und eine Reduzierung des Körperfettgehalts. Man sollte GABA über einen Zeitraum von 10-12 Wochen einnehmen. Hierbei sind Tagesdosen von 3-4 Gramm zu empfehlen, aufgeteilt in 1 Gramm morgens nach dem Erwachen und 3 Gramm abends vor dem Schlafengehen, was zusätzlich die Schlafqualität merklich verbessert. Nach 3 Wochen kann die Dosis am Abend auf 2g gesenkt werden. GABA sollte möglichst auf nüchternen Magen eingenommen werden. Nebenwirkungen gibt es bei dieser Dosierung nicht, ausser einem leichten Kribbeln in Armen und Beinen für wenige Minuten nach der Einnahme während den ersten 2-3 Tagen der Einnahme. GABA kann mit allen Mitteln kombiniert werden. Erwähnenswert ist auch eine Kombination mit Clenbuterol, da beide Substanzen zusammen sich in ihrer anti-katabolen sowie HGH-ausschüttenden Wirkung potenzieren, dh überproportional verstärken. Bei einer regelmässigen Anwendung, sollten zumindest zwei Kilogramm reine Muskelmasse dazugewonnen, Körperkraft und Muskelkonturen spürbar verbessert und der Körperfettanteil reduziert sein. GABA kann als eines der wirksamsten Naturalmittel überhaupt bezeichnet werden.

L-Glutamin ist die am meisten in der Muskulatur

vorkommende Aminosäure. Über 50% aller freien Aminosäuren bestehen aus Glutamin. Sportler haben einen stark erhöhten Bedarf an Glutamin, denn bei intensivem Training kann es zu einem Verlust bis zu 20g dieser wertvollen Aminosäure kommen. . Da dies mehr ist als der Organismus selbst synthetisieren kann, muss es schnellstmöglich wieder zugeführt werden, da die Muskelzelle sonst in einen katabolen Zustand fällt (Muskelabbau!). Um muskelaufbauende bzw. zellvoluminisierende Ergebnisse im Kraftsport erzielen zu können ist eine zusätzliche und ausreichende Substitution mit L-Glutamin nach dem Training sehr empfehlenswert. Auch spielt Glutamin eine wichtige Rolle in der Verhütung von Ermüdungszuständen und Folgen des Übertrainierens.Anwendung: Je nach Intensität der körperlichen Belastung sollten zwischen 5 und 20 Gramm eingenommen werden. Jeweils 5g (1 gehäufter Teelöffel) nach dem Training, vor dem Zubettgehen und morgens nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen mit Wasser einnehmen! Nach einer Einnahmedauer von 8 Wochen ist eine Pause von 4 bis 8 Wochen empfehlenswert.